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Eine kleine private »Link-Farm« über Grafikdesign, Typografie und das Internet

Mein spezieller typografischer Kalender Teil1: Bis zum 4 . Advent versuche ich jeden Adventssonntag einige speziellere Freefonts aufzulisten, zu verlinken und auch bisl zu besprechen.
Anfangen soll heute die Aller Sans. Eine sehr schicke und sehr professionell gemachte Schrift für die neue CI eines Dänischen Verlagshauses, dem die Schrift (dänisch: Skrift) auch den Namen verdankt. Entworfen an der dänischen Schule für Medien und Journalismus´von Henrik Birkvig. Professionell als digitalen Schriftsatz weiterentwickelt von Dalton Maag Ltd, London.

Einen unglaublicher Umfang an Schnitte existieren (Light, Regular, Bold mit den jeweiligen Italic-Schnitte & Display ). Mac- und PC-User können sich gleichfalls freuen, da die Aller im Opentype-Format vorliegt. Mit 653 Zeichen ist die Aller-Regular ziemlich elegant ausgestattet und verfügt neben den klassischen Ligaturen (ff, fi, fl, ffi und ffl) auch Brüche und Tabellen- sowie Mediävalziffern. Diese sind bei Groteskschriften eher selten und lassen das Herz höher schlagen. Sehr Schön!
Die Aller-Sans würde ich zu den amerikanischen Grotesken ordnen: Sie zeichnet sich durch die geschlossenen g-Schlingen, dem gleichen Strichstärkenkontrast sowie der senkrechten optischen Achse aus. Die gesamte Anmutung ist sehr modern aber auch stark. Die einzelnen Glyphen sind sehr rund gezeichnet. Der fehlende Abstrich beim Minuskel-a, u, d zum Beispiel, betonen den weicheren Charakter. Die kleinen Unregelmäßigkeiten machen das Schriftbild etwas unruhig, dass finde ich aber elegant und für das technisches Erfassen von den gesuchten Wortbildern, erfreut sich das Auge.
Einen eigenen Charakter hat die Schrift auch wegen ihrem Display-Schnitt. Der ist eine sehr betonte Displayvariante, bei dem die „Gemeinen“ in dem „Unicase-Stil“ gezeichnet sind. Super Idee und mir gefällt dieser Schnitt einzigartig. Klar, ist die Einsetzbarkeit vielleicht nicht so gegeben wie die übrigen „Light bis Bold-Schnitte“.

Generell ist die Aller-Sans nichts für super-lange Texte. Dieser Grotesk fehlen halt die Serifen für sowas. Dennoch für Headlines, Sublines und Bildunterschriften, für wissenschaftliche Arbeiten mit gewöhnlich größerem Zeilenabstand, im Logo-Design und auch im Webdesign für Titel oder Menus, finde ich sie super und variabel einsetzbar.
Wie bei den meisten Freefonts gilt: Wer sie nicht verändert oder weiterverkauft, darf sie frei für private oder kommerzielle Projekte einsetzen. Dennoch gab kleine Diskussionen und Verwirrung um die EULA, zum Beispiel bei typophile.com
Und hier auf der offiziellen Homepage der dänischen Schule, könnt ihr sie downloaden
Super coole Rezension zur Schrift! Gefällt mir viel besser als die endlosen Listen auf Smashingmagazine…
Weniger, dafür mit mehr Gehalt. Ich bin morgen wieder da und schaue gerne rein